Reflexion: Vertiefung zum „ViL in der Lehrerfortbildung/ Lehrertraining“

Meine Mitarbeit bei diesem Workshop wurde von mehreren Aha-Erlebnissen begleitet.
Zuerst schon bei der Vorbereitung, als wir uns mit unseren Materialien aus vier Fortbildungsreihen in 4 Regionen (Erfurt, Nordthüringen, Ostthüringen und Bayern) trafen: was für eine Vielfalt! Eine Mischung aus unseren bewährten Methoden wie Aufstellungen, Drei-Schritt, NLD und ÖLD mit vielen Ergänzungen aus der Systemischen Pädagogik, Supervision, GfK und eigenen, innovativen Ideen.
Da es unmöglich war, das Ganze in ein Korsett zu pressen, entschieden wir uns für eine Präsentation in „4 Ecken“ (siehe Fotos) und jede „Ecke“ hatte einen Vertreter, der mit Leib und Seele dabei gewesen ist.
Auch zum Ablauf war uns klar, dass die Fragen der Teilnehmer im Zentrum stehen sollten – alles Weitere würde sich finden. Und so gaben wir, nachdem wir uns kurz vorgestellt hatten, dann auch die Runde frei für die Teilnehmer mit ihren Fragen, die auch gleich ganz konkret wurden: Führten unsere Trainings zu Veränderungen in der Praxis? Wie gelang es uns, die Lehrer zu motivieren? Sind Lehrer fortbildungsresistent? Was wurde geplant und dann doch gelassen? Mit diesen Fragen verteilten wir uns an die Präsentationswände, um im Dialog mit den Teilnehmern Antworten zu finden. Da hatte ich das nächste Erstaunen: viele Teilnehmer kamen mit der Frage, was sie von uns mitnehmen können, um in ihrem Umfeld erfolgreicher mit Lehrern arbeiten zu können. Es war ein tolles Erlebnis, so intensiv mit den interessierten Teilnehmern sprechen zu können!
Was war für mich das wichtigste Ergebnis? Auf alle Fälle die Gewissheit, dass es einen Bedarf an guten Angeboten für die Lehrerfortbildung gibt und gerade das Bedürfnis nach dem „anderen Zugang“, dem Wechsel der Perspektive, dem wirklich Neuen!
Am Ende baten wir die Teilnehmer aufzuschreiben, was jetzt für Sie für die Teilnahme an einem solchen Lehrertraining sprechen würde. Wir bekamen spannende Antworten, z.B. „Hoffnung gewinnen ist notwendig, um einen Standpunkt in der Gesellschaft zu haben“, „geschenkte Stunden zur Selbstreflexion“ und „Nur, wenn man sich selber kennt, kann man andere beobachten und Hilfen anbieten beim Lernen.“

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