Verstehenstagung „Ent-Stören von Unterricht“

In einer freundlichen Umgebung und mit herzlichen Worten des Schulleiters wurden am 19.11.2015 die Teilnehmer der Verstehenstagung am Henfling-Gymnasium in Meiningen empfangen.

WP_20151120_08_12_48_ProDas Thema „Ent-Stören von Unterricht“ lockte über 30 Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten aus ganz Thüringen nach Meiningen.

Das Angebot war vielfältig, emotional und interessant: Eingerahmt von Theater und Musik fanden vier Workshops statt.Den Auftakt gestaltete Matthias Herold (Regie: Elke Büchner) vom MEININGER THEATER mit dem Klassenzimmerstück „Klamms Krieg“. Eine sehr bewegende und aufwühlende Darbietung!

Ein herzliches Dankeschön geht an Marlies Voigt für die tolle Organisation und Moderation und an die Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Klasse des Gymnasiums für den gelungenen Abschluss des Tages mit Theater und Gesang…einfach herrlich!

Zum Workshop “Bewegungsstörungen” (Conni Sperling)

Für mich war es leicht und erfrischend, gemeinsam Methoden und Sequenzen für Kinder und Jugendliche mit erwachsenen Lehrerinnen auszuprobieren und auszutauschen. Es wurde viel gelacht und zahlreiche Anregungen wurden mitgenommen, die man selbst im Klassenzimmer umsetzen möchte. Störungen und Missverständnisse sind hierbei erwünscht und bereichern die Unterrichtspraxis. Wieder einmal habe ich gemerkt, wie wichtig Zeit für den Austausch von Ideen ist. Mir hat es Spaß gemacht, mit Euch zu arbeiten und mit einem Lächeln im Gesicht werde ich an das Miss-Verstehen während einiger Übungen denken. Danke!

ConniWorkshop

 

 

 

 

 

Zum Workshop „Das Anti-Gewalt-Gremium = Sanktion und Prävention zugleich“ (Karla Schulze)

In meinem Workshop ging es darum, wie ein aus Lehrern und Schülern gebildetes Gremium in der Schule schnell, kontinuierlich, kooperativ und wertschätzend auf „Störer“ reagieren kann, so dass die Auseinandersetzung damit nicht nur bei den Klassenlehrern liegt. Die verwendeten Materialien stammen von einer Schulpreis-Schule aus Baden-Württemberg, der „Gemeinschaftsschule in der Taus“ in Backnang. Zum Glück verfügte ich über eigene Erfahrungen mit einem ähnlichen Modell, denn die Fragen der Teilnehmer bezogen sich auf viele Einzelheiten in der Vorbereitung und Durchführung. Sehr interessant waren Unterschiede zwischen den Schulgesetzlichkeiten Thüringens und Baden-Württembergs, die dabei zu Tage traten.

Mein Fazit: es ist eine gute Variante im Rahmen des Schulkonzeptes den Umgang mit Störungen und „Störern“ zu regeln und braucht eine intensive organisatorische Vorbereitung, die von allen Verantwortlichen gewollt sein muss.

Zum Workshop „Nie komme ich dran, wenn ich mich melde!“ (Kerstin Schröter)

Die Teilnehmer schilderten zunächst Situationen, für die sie sich wünschten, „anders“ kommunizieren zu können, weil die bisherige Art nicht dazu führte, dass sowohl Lehrer als auch Schüler ein gutes Gefühl dabei hatten und konstruktiv weitergearbeitet werden konnte. Der Ansatz der Gewaltfreien Kommunikation nach M.B. Rosenberg wurde anschließend vorgestellt und in verschiedene Kontexte eingebettet. Dabei wurde die Bedeutung wertschätzender Kommunikation bis hin zur Gesunderhaltung deutlich. Nach dem Kennenlernen der Grundhaltung und der Schritte der GfK überlegten die Teilnehmer zunächst für sich, was das für ihre Situationen bedeuten könnte. Im anschließenden Austausch wurde deutlich, welche Chancen die GfK in sich birgt. Die mögliche Entlastung wurde spürbar – vor allem durch den Ansatz, mich und andere besser zu verstehen, aber auch durch den Gedanken, dass der eigene Einfluss manchmal begrenzt ist und auch ein humorvoller Blick oftmals weiter helfen kann. (Hinweis: Eine kostenlose Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation vermitteln Ihnen zum Beispiel die fünf Coachingbriefe von Olaf Hartke und Anja Palitza.)

 

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